Berliner Medizinische Gesellschaft

Verein: Aufgaben und Angebote der Berliner Medizinischen Gesellschaft

Wissenschaftliche Sitzungen

Traditionsgemäß bietet die Berliner Medizinische Gesellschaft in ihren Sitzungen fachübergreifend wissenschaftliche Informationen für die gesamte Ärzteschaft an. Aus der gemeinsamen Geschichte und der räumlichen Nähe früher zur Medizinischen Fakultät der ehemaligen Berliner Universität, später zur Freien Universität und heute zu allen Universitäten, Instituten und speziell zur Charité, erklärt sich, dass überwiegend Professoren der genannten Einrichtungen den Vorsitz in unserer Gesellschaft übernahmen, z.B. Rudolf Virchow allein über zwanzig Jahre. Das gleiche galt und gilt überwiegend auch für die Referenten der Sitzungen. Es sei aber ausdrücklich hervorgehoben, dass auch ein beachtlicher Teil der Vortragenden nicht aus Berlin, sondern aus ganz Deutschland und dem Ausland kam. Als Nobelpreisträger referierten M. Perutz, F. Lynen, M. Eigen, E. Ruska, E. Neher, R. Zinkernagel, G. Blobel.

So fanden in den letzten Jahren Vorträge Einlass in die Veranstaltungsreihen über allgemeine Forschungsergebnisse auf medizinischem Gebiet, über die Entwicklung »alter« Krankheitsbilder, wie z.B. die Tuberkulose, über neueste diagnostische Verfahren, moderne medikamentöse Therapie sowie über den Stand der Medizinischen Prophylaxe (Impfungen, Screening, z.B. für Neugeborene oder auch für bestimmte Erkrankungen wie HPV). Ein besonderes Gewicht wurde auf eine zeitnahe Berichterstattung gelegt über die die Öffentlichkeit unmittelbar interessierenden Erkrankungen, wie z.B. AIDS, BSE, SARS, MRSA und Vogelgrippe. Einen vollständigen Überblick finden Sie auf der Seite Sitzungen.

Ein Höhepunkt des Jahres ist der seit 1980 in der Regel im Dezember stattfindende »Albrecht-von-Graefe-Gedächtnis-Vortrag«.

Sämtliche Fortbildungsveranstaltungen stehen im Einklang mit den Voraussetzungen für die Zertifizierung seitens der Berliner Ärztekammer.

So wie schon zwischen 1915 und 1945 finden seit der Rückübertragung und insbesondere nach Abschluss der Restaurierung im Jahr 2005 die wissenschaftlichen Sitzungen im Langenbeck-Virchow-Haus statt.

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Weitere Angebote

1. Ausländischen Medizinern als Mitglieder ihrer jeweiligen Medizinischen Gesellschaften bieten wir Auskunft in jeglichen medizinischen und medizinhistorischen Fragen (ggf. in Verbindung mit Berliner Bibliotheken, Kultureinrichtungen und Museen) an.

2. Unterstützung bei der Kongressorganisation im Langenbeck-Virchow-Haus, d.h. Vermittlung eines Hörsaals, von Seminarräumen, Lobby incl. Catering.

3. Hilfestellung bei der Vermittlung von nationalen und internationalen Verbindungen. Dies ist möglich infolge bereits bestehender Zusammenarbeit mit Berliner- und auswärtigen Institutionen (insbesondere zu Russland, zum Arabischen Raum, zum Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin – Brandenburg, zur Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, zu anderen Medizinischen Fachgesellschaften, z.B. zur Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, zur Arbeitsgemeinschaft medizinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaften, zum Deutschen Akademischen Austauschienst DAAD und zum Robert Koch-Institut.

5. Darstellung eines Forschungsprojektes als Fortbildungsveranstaltung 

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Kooperationen mit der Charité und mit in- und ausländischen Gesellschaften

Als akademischer Kooperationspartner der Charité bietet die Gesellschaft gemeinsame Veranstaltungen der Charité mit der Gesellschaft an. So hielt Prof. Dr. P.U. Unschuld am 13.6.2007 eine Antrittsvorlesung zum Thema »Ein Recht auf Gesundheit« im Hörsaal unserer Gesellschaft.

Darüberhinaus wurden in den vergangenen Jahren immer wieder gemeinsame Veranstaltungen mit medizinischen Fachgesellschaften aus Berlin durchgeführt.

Zusammen mit den Medizinhistorischen Museen in Berlin und Ingolstadt widmet sich die Gesellschaft der Pflege der Geschichte der Medizin unter Hinweis auf die Vorgängergesellschaften unserer Gesellschaft in Berlin (siehe „Geschichte“) und in Preußen, bes. dort zur Physikalisch Ökonomischen Gesellschaft (1809) und zum Verein der Wissenschaftlichen Heilkunde (H. von Helmholtz, 1850) in Königsberg.

Mit dem Koch-Metschnikow-Forum erfolgt eine Entwicklung zu einer deutsch-russischen Gesundheitsplattform.

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© 2007, Berliner Medizinische Gesellschaft